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Viren - verbreiten sich unaufhaltsam.

Stand Oktober 2007

Was sind Viren?

Virus Computerviren im eigentlichen Sinne sind kleine Programmteile, die sich generell selbst reproduzieren und damit verbreiten können. Durch diese Fähigkeit erhielten sie in Anlehnung an ihre "biologischen Verwandten" auch ihren Namen. Dabei bezieht sich die Bezeichnung Virus vor allem auf eine vom Anwender nicht steuerbare Manipulation am Status der Hardware ( z. B. Netzwerkverbindungen), am Betriebssystem, an Programmen oder Dateien. Häufig funktionieren Viren in der Art, dass sie sich an Systembereiche oder ausführbare Programme anlagern oder diese überschreiben. So kommt es z. B. oft zur Infektion von *.exe oder *.com Dateien. Auch Word-Dokumente (*.doc) oder Excel-Tabellen (*.xls) stellen beliebte Nistplätze dar. Bei Befall wird immer zuerst der Virus-Code und dann das ursprüngliche Programm ausgeführt.

Welche Arten gibt es?

Hier sind nun einige Virentypen aufgeführt, die sich von ihrem Verbreitungstyp her unterscheiden:

  • Boot-Viren befallen die Bootsektoren von Disketten oder Festplatten
  • Programm-, und Dateiviren nisten sich in ausführbare Programme ein
  • Makroviren bedienen sich der Makrosprachen von Programmen (MS Office) und verbreiten sich durch deren Dateien
  • Skriptviren fügen sich in den Skriptbereich einer HTML-Datei ein und werden von den meisten Browsern gelesen und schließlich ausgeführt
  • Mischformen sind fast in jeder Zusammensetzung möglich
  • Testviren werden benutzt, um Virenscanner zu überprüfen, ob sie korrekt arbeiten

Wie kommen die Viren nun auf Ihren Rechner?

Die häufigsten Infektionswege sind:

  • Das Öffnen von infizierten E-Mail-Anhängen oder das Aufrufen von HTML-Mails
  • Downloads aus dem Internet (vor allem von Seiten "nicht vertrauenswürdiger" Anbieter)
  • Die Nutzung infizierter CDs oder Disketten
  • Original-Software
  • Vorinstallierte Geräte

Betriebssysteme ohne jegliche Rechtesysteme wie z. B. MS-DOS, Windows 9x oder Amiga-Systeme sind die anfälligsten Systeme. Durch die weite Verbreitung von Windows-Rechnern sind sie beliebtes Hauptziel von Virenautoren, so sind für Windows-Systeme über 60.000 Viren bekannt. Das Hauptproblem bei den aktuellen Microsoft-Windows-Systemen ist, dass die meisten Anwender als Administratoren arbeiten oder ihr Benutzerkonto Administrationsrechte besitzt. Bei eingeschränkten Rechten kann ein Virus sich in der Regel nur auf die Dateien verbreiten, auf die er auch die entsprechenden Rechte hat. Die mit am häufigsten angegriffenen Anwendungen sind der Internet Explorer und Outlook Express.

Wie können Sie einem Befall vorbeugen?

PC unter Glasglocke Generell empfiehlt es sich, den Blick für die genannten Gefahrenpotentiale zu schärfen und bei der täglichen Arbeit am PC Aufmerksamkeit walten zu lassen. Sie sollten beispielsweise keine E-Mail-Anhänge von Ihnen unbekannten Personen öffnen. Auch bei bekannten Personen ist eine gewisse Vorsicht geboten, da diese unwissentlich zur Verbreitung von Viren beitragen können.


  • Ein Virenschutzprogramm mit aktuellen Viren-Signaturen einsetzen, das im Hintergrund läuft und bei Befall Alarm schlägt.
  • Ihren Rechner mit einem Passwort schützen, damit Unbefugte nicht in Ihrer Abwesenheit oder über das Internet Ihren Rechner infizieren können. Dabei sollte das Passwort gut gewählt sein. Passwörter wie der eigene Name, das Geburtsdatum oder gar die sinnige Variante "Passwort" oder "password" nützen hier wenig.
  • Nicht als Administrator mit allen Rechten, sondern als Nutzer mit eingeschränkten Rechten arbeiten!
  • Die möglichen Sicherheitseinstellungen der genutzten Programme aktivieren (z. B. MS Internet Explorer, MS Outlook, MS Office etc.) Dazu mehr in den folgenden Kapiteln.
  • Vorsicht bei E-Mail-Anhängen!
  • Vorsicht bei Downloads aus dem Internet!
  • In regelmäßigen Abständen Datensicherungen auf CD durchführen
  • Den Schreibschutz bei Programmdisketten aktivieren
  • CD's und DVD's und Disketten vor dem Einlegen auf Viren überprüfen
  • Vorinstallierte Neugeräte und Original-Software auf Viren überprüfen
  • Notfalldiskette bzw. CD erstellen
  • Bootreihenfolge im BIOS auf "C", "A" einstellen, d. h. immer erst von der Festplatte booten
  • Betriebssystem und Anwendungen sollten regelmäßig aktualisiert werden und Service Packs und Patches/Hotfixes sollten eingespielt werden

Woran erkennt man einen Befall mit Computer-Viren?

Mögliche Merkmale einer Virusinfektion sind die folgenden (nicht vollständig):

  • Das Betriebssystem bootet bzw. arbeitet langsamer als gewöhnlich
  • Der Virus macht durch Ausgabe einer Meldung selber auf sich aufmerksam
  • Programme oder Dateien werden gelöscht
  • Das Betriebssystem stürzt häufig ab
  • Die Größe von Dateien verändert sich
  • Der Aufruf von Programmen führt zu unverständlichen Fehlermeldungen
  • Die Festplatte arbeitet ohne vom eigentlichen Anwender genutzt zu werden
  • Dateien werden unter Word standardmäßig mit der Dateiendung ".dot" statt als ".doc"-Dateien abgespeichert (könnte auf einen Makrovirus hindeuten).
  • Die Datumsanzeige des Rechners stimmt nicht mehr (das kann aber z. B. auch daran liegen, dass die Batterie leer ist)

Stellen Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten fest, heißt das aber noch lange nicht, dass Sie einen Virus auf Ihrem Rechner haben müssen. Es kann sich dabei auch um Hard-, Soft- oder Bedienungsfehler handeln. Im Zweifelsfall ist dies sogar wahrscheinlicher als eine Virusinfektion!

Und wenn's doch passiert ist?

Kämpfer gegen Virus
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Rechner infiziert sein könnte, lautet Regel Nummer 1: Keine Panik!

  • Internetverbindung trennen
  • Ruhe bewahren und die Arbeit zuerst beenden (z.B. Dateien abspeichern)
  • Rechner ausschalten
  • Haben Sie selber keine Erfahrung befragen Sie jemanden der sich auskennt.
  • Rechner mit einem zuvor erstellten virenfreien, schreibgeschützten System-Datenträger (CD, Diskette) booten.
  • Mit einem Anti-Virenprogramm die Festplatte untersuchen und ggf. den Virus entfernen
  • Wenn nötig, die zuvor angefertigten Dateisicherungen (Backups) neu einspielen

Zusätzliche Maßnahmen

  • Zweite Überprüfung der Festplatte auf Viren
  • Andere Datenträger (CD's, Disketten) auf Viren-Befall untersuchen und Viren ggf. entfernen.
  • Ursache der Infektion suchen und ggf. Information weitergeben
  • Stammen die Viren von Original-Datenträgern: Hersteller informieren!
  • Wenn gar nichts mehr hilft: befallene Programme, oder Betriebssystem neu installieren

Weitere Hinweise z. B. zu Sicherheitsfunktionen des Browsers oder zur E-Mail Sicherheit finden Sie in den folgenden Kapiteln.

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