Die Bezeichnung dieser "Sabotage-Software" geht auf eine Legende aus der Antike zurück. Die Griechen eroberten die Stadt Troja, indem Sie sich in einem großen Holzpferd versteckten und dieses Pferd als "Geschenk" vor die Stadttore Trojas zogen. Die Bewohner Trojas brachten das Pferd in die Stadt und in der folgenden Nacht entstiegen die Griechen dem Pferd, öffneten die Stadttore und die Eroberung Trojas nahm ihren Lauf.
In Anlehnung an die in dem vermeintlichen Geschenk versteckten griechischen Angreifer, öffnen Trojanische Pferde eine Hintertür (Backdoor) zu Ihrem PC. Dabei handelt es sich um Programme, die z. B. beim Download eines neuen Utilities aus dem Netz zusätzlich und von Ihnen unbemerkt auf Ihrem Rechner installiert werden können und die dann in der Lage sind, vertrauliche Informationen auf Ihrem PC (Daten, Passwörter) auszuforschen. Zu diesem Zweck nutzen sie offene Ports auf Ihrem Rechner, die eigentlich zur Kommunikation der verschiedenen Protokolltypen (tcp; udp etc.) vorgesehen sind.
Das Gefährdungspotential dieser unliebsamen Gäste ist extrem hoch und der Anteil an Trojanern nimmt weiter zu. Insgesamt waren 82 % aller neu entdeckten Schadprogramme zwischen Januar und Juni 2006 Trojaner (Sophos Security Report). Die Angriffe auf Computeranwender werden dabei zunehmend krimineller, im ersten Halbjahr 2006 wurden mit Hilfe geeigneter Schadprogramme Dateien von betroffenen Anwendern verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegeldes "freigelassen". Hinter dieser Attacke steckte der Trojaner Zippo-A. Der Trojaner Ransom-A hinderte seine Opfer am Zugriff auf ihre Computerdaten, bis ein Lösegeld gezahlt wurde.
Diese Gruppe von virtuellen Eindringlingen lässt sich im Wesentlichen in die folgenden Typen unterteilen:
Trojanische Pferde bergen vor allem die folgenden Gefahren:
Wählen
Sie im MS Internet-Explorer unter dem Menüpunkt "Extras/Internetoptionen",
wie oben abgebildet den Reiter "Inhalt" aus. Wählen
Sie "Autovervollständigen" und passen Sie die Einstellungen
wie unten abgebildet an.



In
erster Linie gilt auch hier natürlich wieder die Empfehlung
einen geeigneten Virenscanner einzusetzen. Für den Privatnutzer
sind für viele Virenscanner kostenfreie Testversionen aus
dem Internet zu laden. Diesen Scanner sollten Sie regelmäßig
updaten, da ständig neue Viren und Trojaner Verbreitung finden.
Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass Ihr Virenscanner auch
tatsächlich alle Dateien scannt und nicht nur eine per Voreinstellung
getroffene Auswahl. Einen im System versteckt agierenden Trojaner
selber aufzuspüren, ist besonders für den Laien recht
schwierig. Dennoch hier zusätzlich einige Hinweise:
netstat -an
ein. Anschließend wird Ihnen eine numerische Liste aller auf Ihrem System offenen Ports angezeigt. Wenn Sie die Portnummern mit Ports, die häufig von Trojanern benutzt werden vergleichen (z. B. http://www.trojaner-info.de/ ) haben Sie bereits einen guten Anhalt, ob sich ein Trojaner in Ihrem System eingenistet hat, oder nicht.
Wurde ein Trojaner entdeckt, ziehen Sie unbedingt einen Fachmann zu Rate, da das Entfernen von Trojanischen Pferden oft zur Folge hat, dass das System nicht mehr nutzbar ist.