Zum InhaltLandesbeauftragter  für den Datenschutz Bremen
 
Sie befinden sich hier:>> Tipps für Bürger >> Selbstverteidigung im Internet >> Spuren, nicht nur im Sand

Spuren, nicht nur im Sand.

Stand Oktober 2007

 

Mit der rapiden Ausweitung der Internetnutzung auch in den Privatanwender-Bereich nimmt die Fülle der über das Internet ausgetauschten persönlichen Daten und Informationen schnell zu. Die Unsicherheit wächst, da jeder Anwender, sei es beim Online-Shopping oder Homebanking, Datenspuren im Internet hinterlässt. Die Bestrebungen aus Wirtschaft und Politik, diese Datenspuren darüber hinaus dauerhaft aufzuzeichnen und auszuwerten, haben ebenfalls stark zugenommen. Der "gläserne Surfer" scheint nicht mehr fern.

Das Internet entwickelt sich immer mehr zu einer gigantischen Datensammelmaschine, in der eine immense Fülle von Verbraucherdaten verschiedenster Art lagert. Ihre Bestsellerliste und Kleidergröße sind im Zweifelsfall ebenso vorhanden wie Ihr Überweisungsauftrag oder Ihre elektronische Steuererklärung. Zudem ist der Zugriff auf die Datenmengen so einfach wie nie. Online-Marketingagenturen schließen sich beispielsweise zusammen, um die Datenbank des jeweils anderen zusätzlich auswerten zu können.

Nach einer ARD/ZDF-Onlinestudie im Jahre 2007 haben aktuell 40,8 Millionen Deutsche ab 14 Jahre Zugang zur Internet-Welt. Im letzten Jahr sind allein 2,2 Millionen neue Anwender hinzugekommen, dabei geht der Zuwachs vor allem von Frauen und Über 60-Jährigen aus. Bei einer Befragung sagten 91 Prozent aller teilnehmenden Onliner, der wichtigste Grund der Internetnutzung sei, sich zu informieren. 72 %, insbesondere Jugendliche (14-19 Jahre), antworteten, sie nutzten das Internet, weil es ihnen Spaß mache. Am häufigsten genutzte Anwendungen sind E-Mail-Funktionen und Suchmaschinen.

Auch der Anteil der Nichtnutzer des Internets wurde untersucht, er liegt bei 37,5 Prozent (24,3 Millionen Bundesbürger). Ein entscheidender Zugangsimpuls könnte in Zukunft vor allem aus einer weiter verbesserten Netzsicherheit resultieren. Die Sicherheit persönlicher Daten sowie der Schutz vor Internetkriminalität haben einen sehr hohen Stellenwert.

Der Internetnutzer muss, vor allem beim Onlineshopping, aber auch bei den neuen Web-2.0-Angeboten (Wikipedia, Weblogs, Fotogalerien, Videoportale, virtuelle Spielwelten usw.), häufig persönliche Daten abgeben. Gerade im "Mitmach-Netz" finden sich große Mengen persönlicher Daten und Informationen über Interessen der Nutzer. Webangebote mitzugestalten heißt oft, eine eigene, umfangreiche Spur im Internet zu hinterlassen.

Der Bedarf an Information und Aufklärung ist sehr groß. Mit den zusammengestellten Informationsmaterialien zum Thema Datensicherheit und Privatsphäre im Internet möchte der LfDI diesem Informationsbedarf gerecht werden.

weiter

Zum Seitenanfang

Zur Seitennavigation

 Startseite 

 LfDI 

 Sicherheit 

 Kontakt 

 Übersicht 

 Suchen  

 Impressum