In der jüngeren Vergangenheit hat die Anzahl von Würmern, Viren und anderer "Sabotage-Software" (engl. Malware) rapide zugenommen. Virtuelle Schädlinge, allgemein als "Computerviren" bezeichnet, sind kleine Programme, die sich über Datenaustausch verbreiten und immensen Schaden auf Ihrem heimischen PC anrichten können. Dabei fallen vor allem Manipulationen des Betriebssystems sowie der Verlust oder die Verfälschung von Daten besonders schwer ins Gewicht.
Computerviren lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen untergliedern, die im folgenden noch näher beschrieben werden:
Im Sommer 2006 hat die Firma Sophos 180.292 verschiedene Viren, Spyware, Würmer, Trojaner und andere Malware identifiziert (Sophos Security Threat Management Report Juli 2006).Während die Anzahl neuer Viren und Würmer deutlich abnahm, hat sich die weltweite Verbreitung elektronischer Trojaner stark gesteigert. Im Gegensatz zu Viren und Würmern verbreiten sich diese nicht selbständig, sondern werden von Kriminellen meist an kleinere Empfängergruppen gesendet. Ihr Ziel ist es, an das Geld oder an vertrauliche Informationen der Anwender zu gelangen.
Generell ist ein Befall mit Computerviren bei jedem Rechnertyp und jedem Betriebssystem möglich. Die meisten Schadprogramme werden dabei weiterhin für Microsoft-Windows-Systeme programmiert. Dieses erklärt sich einerseits durch die weltweite Verbreitung der "Microsoft-Landschaft" (Monokultur), zum anderen durch spezifische Schwachstellen dieser Systeme, die eine breite Palette von Angriffsmöglichkeiten bieten. Daher werden hier neben allgemeinen Empfehlungen vor allen Dingen Tipps und Hinweise zur Sicherung der Microsoft-Systeme und -Produkte gegeben (z. B. MS Internet Explorer, MS Outlook, MS Office).
Beim Schutz vor Computerviren ist Ihre Eigeninitiative gefragt, da bereits durch relativ einfache Maßnahmen dem Befall Ihres Rechners mit Computerviren vorgebeugt werden kann. Detaillierte Informationen zu Verteidigungsstrategien finden Sie in den folgenden Kapiteln.