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Erste Hilfe - Web 2.0.

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Stand Dezember 2008
   

Kennen Sie das Sprichwort vom Schein, der trügt? Wenn Sie sich im Web 2.0 engagieren möchten - egal, ob per RSS, Blogs, Wikis, Foren oder Netzwerke -, dann sollten Sie sich unbedingt überlegen, ob Ihnen dieses Sprichwort nicht nützen kann. Sie wollen sich nicht ausgrenzen aus der großen "Community", aber Sie wollen auch nicht alles über sich preisgeben: Schlüpfen Sie doch einfach in eine Schein-Identität! Wir haben Ihnen gezeigt, was mit Identitäten möglich ist - davon können Sie profitieren.

Prüfen Sie zunächst einmal, welches Angebot Ihnen welchen potenziellen Nutzen bietet: Was haben Sie von den Informationen, die Sie dort abschöpfen können - und was erwarten Sie von den Teilnehmern, denen Sie Daten über sich anbieten? Selbstverständlich sollten Sie auch anhand der jeweiligen Datenschutzerklärungen prüfen, wie vertrauenswürdig Ihnen die jeweiligen Anbieter erscheinen - und für wie glaubwürdig Sie es erachten, wenn Ihnen etwa in einer geschlossenen Benutzergruppe eine interne Kommunikation versprochen wird.

Für jedes Web-2.0-Angebot, das Sie nach solchen Vorprüfungen nutzen wollen, legen Sie sich ein Pseudonym, eine fiktive Identität zu. Jeder dieser Scheinidentitäten sollten Sie möglichst eine eigene E-Mail-Adresse, aber selbstverständlich auch eigene Anmelde- und Passwörter zuweisen. Das ist vielleicht mit ein paar Anfangsschwierigkeiten verbunden, hilft Ihnen aber langfristig, Ihre Privatheit zu bewahren.

Anschließend sollten Sie sich genau überlegen, was Sie jeweils über sich preisgeben: Idealerweise legen Sie sich sogar unterschiedliche Scheinidentitäten für jede Rolle ("Schüler", "Student", "Arbeitnehmer", …) innerhalb eines Angebots zu, filtern die mit jeder Rolle zusammenhängenden Daten entsprechend und geben den Zugriff auf diese Daten nur für die Personen frei, die dieser Rolle entsprechen (also beispielsweise "Kommilitonen" für "Student").

Als nächsten Schritt prüfen Sie, soweit Ihnen das möglich ist, die internen Zugriffskontrollen (also etwa "nur für Freunde sichtbar") und richten Sie sie für Ihre (Schein-)Identitäten ein. Geben Sie Daten erst ein, wenn Sie diese Barrieren errichtet haben - sollten Ihnen die Kontrollen lückenhaft erscheinen, verzichten Sie lieber auf bestimmte Angaben. Geben Sie Ihre Profile nur sehr eingeschränkt öffentlich frei - und trennen Sie möglichst auch private von geschäftlich genutzten Profilen. Beachten Sie bei allen Kontakten, die Sie beruflich nutzen, wie beispielsweise Diskussionsforen Ihrer Branche , unbedingt die gesetzlichen Geheimhaltungsvorschriften beziehungsweise die Ihres Arbeitgebers. Wollen Sie hingegen nur Spaß haben und sich zum Beispiel an Spiel-Communities beteiligen, sollten Sie dennoch nicht auf wohlüberlegte Beschränkung Ihrer Dateneingaben verzichten.

Denken Sie bitte immer daran: Ins Internet hinein kommen Sie heute sehr leicht - aber nicht wieder hinaus. Was immer Sie preisgeben, haben Sie nicht mehr unter sicherer Kontrolle.

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