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Schon bei unserer Ersten Hilfe zum Google-Paket haben wir Ihnen diese brutal klingende Wahrheit gesagt: Sie haben keine Chance – also nutzen Sie sie! In der sich rasant entwickelnden Alltags-Technik werden Sie sich immer häufiger vor der Frage sehen: Will ich auf diese und jene Bequemlichkeit, die anderen zur Verfügung steht, wirklich verzichten? Vielfach ist heute ein modernes Leben beispielsweise ohne Mobiltelefon kaum noch denkbar und auch Navigationssysteme mit verschiedenen Ortungsoptionen verbreiten sich mehr und mehr.
Ihre wirklich allererste Hilfe gegen Datenspione bei Nutzung dieser und vergleichbarer "standortbezogener Dienste" ist der sparsame und überlegte Umgang mit solchen Systemen. Nutzen Sie sie so wenig wie möglich; und informieren Sie sich vor Beginn einer Nutzung darüber, wie der jeweilige Anbieter es mit dem Datenschutz hält. Die Datenschutzerklärungen sind häufig sehr verklausuliert geschrieben und für Laien schwer verständlich: Stellen Sie Fragen, lassen Sie sich Abschnitte, die Ihnen unklar sind, erläutern; das mag unbequem sein, aber nur einmal – Ihr Nutzen hingegen könnte von Dauer sein. Wenn Sie gar nicht weiterkommen, fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gerne. Ferner sollten Sie soweit irgend möglich jede Einwilligung zur Weitergabe persönlicher Daten an Dritte verweigern.
Sie sollten sich ferner eine so genannte "bewusste Nutzung" Ihres Handys oder ähnlicher Systeme angewöhnen. Das bedeutet, dass Sie das jeweilige Gerät dann einschalten, wenn Sie es nutzen möchten – und es anschließend wieder ausschalten. Permanent laufende Geräte können ein Anfang vom Ende Ihrer informationellen Selbstbestimmung sein.
Falls Sie (Online-)Navigationssysteme nutzen wollen oder müssen, geben Sie als Startpunkt Ihrer geplanten Route niemals Ihren aktuellen Standort oder Ihren Wohnort an, sondern wählen Sie einen zentralen Ort in Ihrer Nähe. Soweit es die Gelegenheit erlaubt, greifen Sie lieber zu Landkarte oder Atlas beziehungsweise nutzen Sie so genannte Systeme ohne Rückkanal.
Übrigens: "Bewusste Nutzung" kann auch Verzicht auf manche Funktionen bedeuten. Stellen Sie sich doch ganz altmodisch vor einen Parkautomaten und füttern Sie ihn mit Cents und Euros! Das bekommt Ihrem persönlichen Datenschutz erheblich besser als die Nutzung Ihres Handys unter potenzieller Bekanntgabe Ihrer Rufnummer, von Datum und Uhrzeit des Parkbeginns sowie Standort, Ihrer Kontodaten, Ihres Mobilfunk-Anbieters, Ihres Kfz-Kennzeichens... – ahnen Sie angesichts dieser Aufzählung, was Sie da alles preisgeben? Weniger ist oftmals mehr!