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Es ist ja – aus unserer Sicht als Datenschützer – wirklich lobenswert, wenn Sie unsere Anregungen in Ihrem Alltag anwenden; wenn Sie überlegt mit Google-Diensten umgehen, wenn Sie Online-Banking mit Vorsicht betreiben und Einkäufe im Web oder mittels Kundenkarte nur zurückhaltend tätigen. Aber glauben Sie bitte nicht, dass Sie damit schon genug getan hätten, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Wir – Sie auch! – leben in einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, sowohl am modernen Leben teilzunehmen als auch Ihre persönlichen Daten vor allzu neugierigen Mitmenschen, Firmen oder Einrichtungen zu verbergen.
Benutzen Sie ein Handy? Schon dessen ursprüngliche Funktion als nur mobiles Telefon hat Ihre früher weitgehende Anonymität im immer dichter werdenden Kommunikationsnetz untergraben. Schließlich sind Verbindungen nur möglich, wenn der Verbindende weiß oder messen kann, wo Sie gerade stecken. Und erst recht sind Sie heute jederzeit und überall auffindbar (und zwar für berechtigte wie unberechtigte Zeitgenossen), wenn Sie etwa die längst üblichen weiteren Möglichkeiten Ihres Westentaschen-"Telefons" nutzen. Falls Sie beispielsweise das eigens für die Mobilfunktechnik entwickelte Kommunikationsprotokoll WAP verwenden, um hier ein Restaurant, dort ein Kino oder per Routenplaner den Weg zu Freunden zu suchen, dann liefern Sie dem einschlägigen Diensteanbieter unbemerkt viele kleine Daten über sich. Und diese Daten beschreiben nicht nur Ihre Interessen, sondern auch Ihre jeweiligen Standorte – eine geradezu ideale Kombination, um Sie künftig mit gezielter Werbung überziehen zu können.
Experten sprechen von der Nutzung "standortbezogener Dienste". Solche "location based services", wie es im Fachenglisch heißt, gelten schon seit einigen Jahren als einer der herausragenden Wachstumsbereiche auf dem Feld der Online- oder Mobildienstleistungen. Unzählige Suchregister oder Branchendienste bieten im weltweiten Maßstab mit mehr oder weniger einfachen Mitteln lokale Suchfunktionen an. Es handelt sich in der Regel um kostenlose Angebote, weil die Anbieter die durch Nutzung erlangten Daten höchst profitabel vermarkten können. Es sind Ihre Daten, die Sie preisgeben, wenn Sie nicht auf sich – und die Daten – aufpassen. Genau dabei wollen wir Ihnen helfen.