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Googeln Sie schon – oder sind Sie noch Sie selbst?

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Stand November 2008
Ihre Suchmaschine kennt Sie besser als es gut für Sie ist

Mal ehrlich: Wie oft haben Sie sich schon gewundert - und gefreut -, wie toll Ihnen Google durch das Internet hilft? Sie können in die Suchleiste eingeben, was Sie wollen: Eine Vielzahl von Ergebnissen ist Ihnen nahezu immer sicher. Und ob Sie die dann brauchen können oder ob Sie sich durch Unmengen von Datenmüll scrollen müssen, hängt lediglich ab von der Genauigkeit Ihrer Eingabe und von Ihrer Geduld.

Aber haben Sie sich schon mal gefragt, warum so viele nette Menschen Zeit und Geld aufwenden, um Ihnen so eine tolle Suchmaschine gratis frei Haus zu liefern? Programmieren kostet Arbeitszeit und Geld, und die Bereitstellung von mächtigen Maschinen zur Speicherung der benötigten Daten sowie zur Bearbeitung Ihrer Anfragen ist auch nicht gerade billig.

Wohlgemerkt: Wir reden hier über Google, weil es die am häufigsten genutzte Suchmaschine ist. Vieles von dem, was wir Ihnen hier und auf den Folgeseiten erklären, gilt so oder so ähnlich auch für nahezu jeden anderen Internetdienstleister, ob er nun Abacho, Lycos, Teoma, Yahoo oder wie auch immer heißen mag. Und es kommt in Sachen Suchmaschinen noch einiges auf uns zu: So äußerte Microsoft unlängst, dass der Suchmaschinenmarkt noch in den Kinderschuhen stecke und das Potenzial für Innovationen deshalb groß sei.

Google und andere erwirtschaften ihre Kosten und obendrein teilweise horrende Gewinne durch Werbung. Sie kennen das: Wenn Sie ein beliebiges Suchergebnis abfragen, erhalten Sie vor den eventuell für Sie nützlichen Webadressen ("Links") erst einmal in einer Spalte rechts oder oben drüber, oft gelb unterlegt, eine Reihe von kommerziellen Angeboten. Meist, aber nicht immer steht "Anzeigen" darüber - es handelt sich um Links zu Anbietern, die Google dafür bezahlt haben, dass ihre Webadresse bei bestimmten Anfragen möglichst weit vorne platziert wird.

Wer für solch eine Dienstleistung Geld auf den Tisch legt, will Erfolge sehen. Es liegt daher im Interesse der Google-Macher, dass die Werbekunden zufrieden sind. Und das geht nur mit einer möglichst hohen Treffgenauigkeit bei der Zuordnung einzelner bezahlter Links zu bestimmten gezielten Anfragen. Also versucht Google, ein bisschen nachzuhelfen; vermutlich gilt: Alles, was Sie anfragen, wird gespeichert. Alles, was Sie unbewusst übermitteln oder leichtfertig eingeben, wird gespeichert. Alles, was gespeichert ist, wird so genau wie irgend möglich miteinander verknüpft.

Presseberichte lassen vermuten: Google sammelt gierig alle Daten, derer es habhaft werden kann und erstellt daraus eines der erwähnten Profile über Sie. Sie glauben nicht, dass das geht? Wir werden es Ihnen nachher noch an Beispielen erläutern. Google ist weit mehr als nur eine Suchmaschine, als ein nettes Hilfsinstrument. Google ist ein Datenkrake, der Sie mit seinen Armen fest umwickelt und aussaugt - wenn Sie nicht aufpassen und sich schützen. Genau dabei wollen wir Ihnen helfen.

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